So langsam neigt sich die Reise dem Ende. Am letzten Mittwoch bin ich von Auckland abgeflogen und über den Pazifik nach Los Angeles.
In den Staaten werde ich die letzten Tage verbringen und die erste Station war LA für 5 Tage. Am Flughafen angekommen merkt man direkt den Unterschied zu Neuseeland, die Passkontrolle läuft zügig ab, alle Menschen sind leicht gestresst und jeder will nur aus dem Flughafen raus. Draußen und im Taxi erschlägt einen diese Stadt direkt. Verstopfte Straßen, hupende Autos und etliche Meilen auf dem Freeway bis man auch nur in der Nähe des Hostels ist. Mein Hostel lag in Santa Monica, einer Topgegend in LA, direkt am Strand und trotzdem nicht zu weit ab vom Schuss. Hier habe ich dann auch meinen ersten Tag verbracht. Nachdem das Überqueren der Datumsgrenze mir einen 48St. Tag beschert hat, ging es für mich relativ ruhig daher. Essen suchen, bisschen Shoppen, Strand gucken, so sieht also die USA aus…
Am zweiten Tag ging dann alles früher los und es wurde das volle Touriprogramm abgezogen. Mit den Bus nach Hollywood, dort den “Walk of Fame” entlang zum HardRock Café, anschließend ins Hollywood Museum und dann noch eine Bustour zu “den Häusern der Stars”. Der Walk of Fame ist jetzt nicht sooo der Bringer, denn es gibt unglaublich viele dieser Sterne auf dem ganzen Hollywood Blv. verteilt, jedes Jahr kommen 20 dazu und die Meisten kennt man nicht. Im Hollywood Museum sind Kostüme und Bühnenbilder aus bekannten Filmen der letzten 50 Jahre ausgestellt, alles riecht sehr nach Mottenkugeln und auch sonst könnte jeder dieses vollgeblutete Tshirt getragen haben (und nicht Bruce Willis in “Stirb Langsam”). Die Bustour war das Geld wert, zumal ich anstatt der $35 nur den “super spezial Preis, nur heute, nur für dich” von $20 gezahlt habe. Dafür ging es 2 St. durch Beverly Hills ud Bel Air an den Häusern von Tom Cruise, Micheal Jackson und und und vorbei. Mit kleinem Abstecher über den Rodeo Dr und gute Erklärungen während der Fahrt, war es wirklich eine nette Geschichte.
Am dritten Tag ging es in die Universal Studios. Der Eintritt kostet zwar ein Vermögen, aber was tut man nicht für Entertainment. Drinnen ist es dann wie im Vergnügungspark, als erstes ging es in die WaterWorld-Stuntshow, dann Achterbahn mit den Simpsons, danach 1,5 St. Studiotour und anschließend dann mit Arni in Terminator 3D die Welt retten. Nebenbei gibt es gute Liveshows von den BluesBrothers, irgendwelchen Schauspielern, selbst die Reinigungskräfte haben angefangen zu tanzen. Hat also Spaß gemacht, auch wenn an jeder Ecke ein Souvenirshop wartet dir das Geld aus den Taschen zu ziehen, aber das ist nun mal auch Hollywood.
An den kommenden Tagen ging es dann mit dem Wetter und meinem Unternehmergeist abwärts. Dauerregen, überflutet Straßen und Weltuntergangsstimmung fesselten mich ans Hostel. Kurz ging es noch nach Downtown LA ins Museum of Contemporary Art und zur Walt Disney Concert Hall, doch außer Bankenviertel hat Downtown wirklich nicht viel zu bieten. Eine Regenpause nutzte ich dann auch um nach Venice zu laufen, dort sollte alles super hip und cool sein. Das einzige was ich gesehen habe sind (mal wieder) Obdachlose überall, Kampfhunde, Tattooshops in denen ich nicht mal was essen würde und Werbung für ärztlich verordnetes Marihuana. Ein kurzer Stop beim Burgershop und es ging wieder zurück nach Santa Monica.
Morgen geht es viel zu früh weiter nach New York, dort bei vorhergesagten -1 bis 5 °C und Schneeregen die letzten Tage der Reise verbringen bevor es zurück in die Heimat geht.