Archive for the ‘USA’ Category

Letzte Station: NYC


2011
04.02

Während ich gerade am JFK Flughafen in New York sitze, ist Zeit die letzten Tage Revue passieren zu lassen.
Nachdem ich am frühen Morgen aus Los Angeles abgeflogen bin kam ich wegen der Zeitverschiebung zwischen West- und Ostküste bereits im Dunkeln in New York an. Mit AirportTrain und Metro ging es dann 1,5 St. in die Stadt. Ziel war die 103 St. Ecke Amsterdam Avenue. Wie die Vorhersage bereits versprach wurde ich mit Eiseskälte und Schnee begrüßt, sodass ich am Abend mich nur noch auf Nahrungssuche begab bevor es das letzte Mal ins 8-Bett-Zimmer ging.
Mein Plan am nächsten Tag früh aufzustehen wurde durch Jetlag zunichte gemacht und so startet ich gegen 11 Uhr mit der Metro in Richtung Down Town. Dabei machte ich Halt am Ground Zero und besuchte das Memorial Center direkt am damaligen Standpunkt des World Trade Centers. Die Wiederaufbauarbeiten zum One World Center und dem Gedächtnispark sind im vollen Gange, der planmäßig 800m hohe Turm steht bereits zur Hälfte und ist zu einem Viertel verglast. Am Standpunkt der beiden Tower entstehen zwei sehen die das Fundament markieren sollen und so weiter symbolisch die Tower den Besuchern darstellen sollen. Im Memorial Center ginbt es viele Überreste der Tower, der Rettungs- und Aufräumarbeiten zu sehen, es werden Filme gezeigt und Bilder der Verunglückten. Insgesamt herrschte eine angespannte Stimmung, viele Menschen weinten in Anbetracht der erneuten Konfrontation mit den Ereignissen.
Nachdem auch ich die Bilder auf mich wirken lassen hatte, ging es dann weiter in Richtung Wasser. Entlang des Hafens auf der Westseite Manhattans ging es zu den Statue of Liberty Fähren. Nach Sicherheitschecks, Kartenkauf ($13) und Warten auf die Fähre ging es zu der kleinen grünen Frau auf ihrer Insel. Die Fahrt dauert 20 Minuten und war bitterkalt, nur Wenige hielten es auf den Außendecks der Fähre aus. Insgesamt ist man dann, wenn nicht gerade Geld und Zeit für das Besteigen der Statue vorhanden ist, relativ schnell fertig mit der Insel. Im Besucherzentrum gibt es unendlich viele Modelle der Statue zu kaufen. Von teuer bis sehr teuer ist alles dabei. Weiter ging es mit der nächsten Fähre nach Ellis Island. Der Inseln auf der bis in die späten 1920er alle Einwanderer in die USA als erstes gekommen sind. Die Registrierungshalle wurde restauriert und in ein Museum umgewandelt in dem Geschichten über die Entstehung von Ellis Island und persönliche Geschichten über die Emigranten dargestellt sind. Sehr interessant, auch da viele deutsche Exponate zu sehen sind, denn die Deutschen zählten Anfang des 20 Jh. zu einer der Mehrheit von Einwanderern in die USA.
Nachdem ich dann endlich festen Boden unter den Füßen hatte ging es weiter am Wasser zur Brooklyn Bridge, einer riesigen Brücke die die Stadtteile Manhattan und Brooklyn verbindet. Ich fand sie nicht so imposant wie die Sydney Harbour Bridge, aber von der Architektur schon sehr interessant anzuschauen. Mit der Metro ging es anschließend zur Grand Central Station, also dem „Hauptbahnhof“ und von dort zum Rockefeller Center. Nach 9/11 ist die Besucherplattform „On Top Of The Rocks“ auch wieder geöffnet und so bin ich die 60 Etagen nach oben gefahren um einen unglaublichen Ausblick über Manhattan zu haben. Im Erdgeschoss des Centers ist auch das NBC-Nachrichtenstudio, in den Anlagen eine Eisbahn und gleich nebenan die Radio City Music Hall in der legendäre Konzerte von Bob Dylan, den Beatles und Nirvana stattfanden. Bei einsetzender Dämmerung wanderte ich die paar Straßen weiter zum Time Square, der mit seinen Werbetafeln immer noch starkbeleuchtet war. Der Spruch „die Stadt die niemals schläft“ trifft absolut zu, denn auch noch gegen 22 Uhr wird für Comedyshows für die Nacht geworben. Zum Abschluss dieses langen ersten Tages ging es dann zu Fuß 60 Straßen in Richtung Uptown über den Broadway zurück ins Hostel. Auf dem Weg habe ich noch schnell ein Stück Pizza mitgenommen und bin dann geschafft vom Tag ins Bett gefallen (schlafen konnte ich auf Grund eines sehr laut schnarchenden Asiaten lange nicht).
Für den zweiten Tag hatte ich mir einige Museen vorgenommen und so ging es durch den Central Park bei strahlendem Sonnenschein zum Museum Of Modern Arts (MOMA) in dem alle Kunstepochen und Kunst aus aller Welt ausgestellt waren. Unglaublich viel Exponate gibt es für einen beliebige Spende zu sehen. Für mich irgendwie dann doch zu viel. Ich habe mich, auch weil der Hunger quälte, auf die Ausstellung „Heros of Guitar“ und die Fotographie Ausstellungen beschränkt. Insgesamt ist das Museum sehr voll und belebt, für echte Kunstenthusiasten wahrscheinlich zu voll in den Kernzeiten. Nächstes Museum war das National History Museum, also dem Naturkundemuseum. Auch hier viele Exponate, gute Exponate und sogar der verstaubte Museumsgeruch war dabei. Aber mit den interaktiven Museen in Wellington (NZ) und Melbourne (AUS) kann es nicht mithalten. Auch hier für mich nur ein relativ kurzer Besuch, irgendwie war die Energie für Museumsbesuche raus. Deshalb nur noch ein letzter Stop für diesen Tag bei „Sea, Air and Space Museum“ auf dem Flugzeugträger „Intrapid“. In ihm ist das Leben auf einem Flugzeugträger dargestellt, die Entwicklung der Kampfflugzeuge auf US Schiffen und einige kleine Exponate zu ersten Weltraummissionen der NASA. Für alle wirklich spannenden Sachen muss man extra Geld bezahlen (nicht wenig) und kann dann ins 4D-Kino oder in den Spacesimulator, kann mit dem Flugzeugaufzug vom Hangar aufs Flugdeck fahren und und und… Auch eine Concord der British Airways ist ausgestellt, kann gegen Aufpreis an Sams- und Sonntagen auch von innen besichtigt werden. Irgendwann ging es dann mit der Bahn zurück ins Hostel, Städtereisen schlauchen doch sehr.
Darum war am kommenden Tag auch kein konkretes Ziel auf meinem Tagesplan. Von der 5th Avenue ging ich durch Little Italy und China Town, hatte ein späten Lunch beim Italiener und bin dann mit der Staten Island Ferry durch den Hafen von New York gefahren. Die Fähre ist kostenlos, die Fahrt dauert 20 min. und man hat die besten Blicke auf die Freiheitsstatue und Manhattan. Abends im echten New Yorker Burger Restaurant mit Hefeweizen den Urlaub ausklingen lassen und den kompletten Sonntag nach Checkout im Hostel auf den Transfer zum Flughafen gewartet. Zum Glück war das Internet kostenlos und so vergingen die 8 Stunden im Hostel doch relativ zügig.
Im Moment warte ich auf meinen Flug nach London und weiter nach Berlin. Es geht nach Hause, damit ist die freie Zeit, der Urlaub und die Weltentdeckung zu Ende. Ich freu mich auf die kommende, sehr spannende Zeit, wo auch immer es mich hin verschlägt.

CIty of Angels – Los Angeles, Santa Monica, Venice


2011
03.23

So langsam neigt sich die Reise dem Ende. Am letzten Mittwoch bin ich von Auckland abgeflogen und über den Pazifik nach Los Angeles.

In den Staaten werde ich die letzten Tage verbringen und die erste Station war LA für 5 Tage. Am Flughafen angekommen merkt man direkt den Unterschied zu Neuseeland, die Passkontrolle läuft zügig ab, alle Menschen sind leicht gestresst und jeder will nur aus dem Flughafen raus. Draußen und im Taxi erschlägt einen diese Stadt direkt. Verstopfte Straßen, hupende Autos und etliche Meilen auf dem Freeway bis man auch nur in der Nähe des Hostels ist. Mein Hostel lag in Santa Monica, einer Topgegend in LA, direkt am Strand und trotzdem nicht zu weit ab vom Schuss. Hier habe ich dann auch meinen ersten Tag verbracht. Nachdem das Überqueren der Datumsgrenze mir einen 48St. Tag beschert hat, ging es für mich relativ ruhig daher. Essen suchen, bisschen Shoppen, Strand gucken, so sieht also die USA aus…

Am zweiten Tag ging dann alles früher los und es wurde das volle Touriprogramm abgezogen. Mit den Bus nach Hollywood, dort den “Walk of Fame” entlang zum HardRock Café, anschließend ins Hollywood Museum und dann noch eine Bustour zu “den Häusern der Stars”. Der Walk of Fame ist jetzt nicht sooo der Bringer, denn es gibt unglaublich viele dieser Sterne auf dem ganzen Hollywood Blv. verteilt, jedes Jahr kommen 20 dazu und die Meisten kennt man nicht. Im Hollywood Museum sind Kostüme und Bühnenbilder aus bekannten Filmen der letzten 50 Jahre ausgestellt, alles riecht sehr nach Mottenkugeln und auch sonst könnte jeder dieses vollgeblutete Tshirt getragen haben (und nicht Bruce Willis in “Stirb Langsam”). Die Bustour war das Geld wert, zumal ich anstatt der $35 nur den “super spezial Preis, nur heute, nur für dich” von $20 gezahlt habe. Dafür ging es 2 St. durch Beverly Hills ud Bel Air an den Häusern von Tom Cruise, Micheal Jackson und und und vorbei. Mit kleinem Abstecher über den Rodeo Dr und gute Erklärungen während der Fahrt, war es wirklich eine nette Geschichte.

Am dritten Tag ging es in die Universal Studios. Der Eintritt kostet zwar ein Vermögen, aber was tut man nicht für Entertainment. Drinnen ist es dann wie im Vergnügungspark, als erstes ging es in die WaterWorld-Stuntshow, dann Achterbahn mit den Simpsons, danach 1,5 St. Studiotour und anschließend dann mit Arni in Terminator 3D die Welt retten. Nebenbei gibt es gute Liveshows von den BluesBrothers, irgendwelchen Schauspielern, selbst die Reinigungskräfte haben angefangen zu tanzen. Hat also Spaß gemacht, auch wenn an jeder Ecke ein Souvenirshop wartet dir das Geld aus den Taschen zu ziehen, aber das ist nun mal auch Hollywood.

An den kommenden Tagen ging es dann mit dem Wetter und meinem Unternehmergeist abwärts. Dauerregen, überflutet Straßen und Weltuntergangsstimmung fesselten mich ans Hostel. Kurz ging es noch nach Downtown LA ins Museum of Contemporary Art und zur Walt Disney Concert Hall, doch außer Bankenviertel hat Downtown wirklich nicht viel zu bieten. Eine Regenpause nutzte ich dann auch um nach Venice zu laufen, dort sollte alles super hip und cool sein. Das einzige was ich gesehen habe sind (mal wieder) Obdachlose überall, Kampfhunde, Tattooshops in denen ich nicht mal was essen würde und Werbung für ärztlich verordnetes Marihuana. Ein kurzer Stop beim Burgershop und es ging wieder zurück nach Santa Monica.

Morgen geht es viel zu früh weiter nach New York, dort bei vorhergesagten -1 bis 5 °C und Schneeregen die letzten Tage der Reise verbringen bevor es zurück in die Heimat geht.