Archive for the ‘Nordinsel’ Category

Zwei Tage Regen in Tauranga


2011
02.02

Ja ja, das Wetter. Es kann einige Orte zu den besten der Reise machen, oder aber genau das Gegenteil. In Tauranga regnete es von der ersten bis zur letzten Sekunde, durch ein nettes Hostel hatte ich aber trotzdem gute Tage.

Die Australien Open hatten gerade begonnen, als ich am frühen Morgen im verregneten Tauranga ankam und gleich im ersten Hostel kein Bett bekommen hatte. Das zweite Hostel war denn ein Volltreffer. Ein kleines Loft mit wenigen Betten und netten Besitzern. Den ganzen Tag lief Sky Sport und die Besitzerin konnte ihr wissen nicht nur in Radrennen, Tennis, Cricket oder Marathon unter Beweis stellen, durch ihren Mann, den ehemaligen Teammanager der Kiwis, war sie auch in Sachen Rudern auf dem aktuellen Stand und unterhielt mich das ganze Wochenende mit interessanten Geschichten.

Während einer kleinen Regenpause hatte ich dann noch die Möglichkeit das stattfindende Speedbootrennen zu beobachten (war irgendwie gar nicht soo spannend), doch nach zwei Tagen im Regen ging es für mich dann weiter auf die sonnige Coromandel.

Es stinkt…


2011
01.30

…in Rotorua und das nicht zu knapp. Vor allem Schwefel beherrscht die Welt der Gerüche in dieser Stadt, die durch ihre außergewöhnlichen thermischen Aktivitäten Touristen aus aller Welt anlockt.
Wie viele andere Städte in Neuseeland liegt Rotorua an einem See und kann natürlich mit iSite, Einkaufsstraßen, Bars und vielen Backpackern aufwarten. Die Hauptattraktionen sind aber die stinkenden und modrigen Quellen in und um Rotorua. Ja richtig auf direkt in Rotorua gibt es sie. Meist sind sie nur zu erkennen durch die knapp zehn Meter hohen Rohre, die die Abgase möglichst weit weg leiten sollen. Aber auch groß und offensichtlich im Park kann man vulkanische Aktivität direkt mit erleben. Wem diese kostenlosen Eindrücke nicht ausreichen, der kann wie ich nach Wai-O-Tapu fahren. Dort gibt es Geysire, Mudpools und alles was in Teufels Küche so gebraut wird in allen Farben und Gerüchen. Insgesamt eine wirklich gute Sache, dauert ungefähr 60 Minuten, ist mit dem Shuttlebus aber viel zu teuer (ca. 60$) Also lieber Hitchhiken, im Hostel rumfragen oder doch ins stadtnahe Te-Puia gehen. Dieses thermale Gebiet ist etwas kleiner, dafür günstiger und von den Eindrücken bestimmt nicht weniger einprägsam.
Als Abendveranstaltung bietet sich die Besichtigung eines Maoridorfes mit anschließendem Hangi (Maori-Festessen) an. Diese Veranstaltung ist aber doch sehr touristisch, man sollte also wissen, ob man es gut findet wenn man im Bus bereits den Stammesführer unter den Reisenden sucht und beim Essen etwas vorgetanzt bekommt. Für mich war es nix, dann lieber mal wieder auf der Straße von einem Maori ansprechen lassen und mit dem über die Geschichte erzählen.
Außer diesen zwei Hauptattraktionen, kann man in Rotorua natürlich auch Rafften, in heiße Schlammpools baden oder einfach das Leben am See genießen.
Insgesamt auf jeden Fall einen Besuch wert, man sollte allerdings wissen was man will, sonst wird es schwierig aus dem reichhaltigem und unübersichtlichen Angebot das Richtige zu finden.

Lake Taupo


2011
01.28

Außer dem schon erwähnten Tongariro Crossing gibt es in Tupo einige weitere Highlights um gute Tage am See zu verbringen. Neben den vielen kleinen Bars und Cafés gibt es einen super Strand und viele Walks und Tracks entlang, aber auch abseits des Sees.
Einer dieser Walks führt zu den Hukafalls, über die das Wasser des Lake Taupo in den Waikatoriver fließt. Durch Farnwälder, immer entlang des Stroms, geht man eine Stunde bis man die blauen Strömungen hört und sieht. Die Hukafalls kann man natürlich, wie sollte es auch anders in Neuseeland sein, mit dem Jetboat erkunden. Allerdings ist der Weg zu den Falls wirklich schön und man sollte die Badehose unbedingt dabei haben, um an den Hot Water Streams eine Pause einzulegen oder einfach so in das klare Wasser zu springen.
Auf der anderen Seite kann es Taupo meiner Meinung nach ganz locker mit Queenstown aufnehmen, was das Actionsportangebot angeht. Bungi, Jetboat und Skydive zählen natürlich auch hier zum kostenintensiven Standardprogramm.

Aber was bleibt: Taupo ist schön. Nicht zu hektisch, tolle Landschaft, nette Leute und irgendwie sympathisch.

NZ‘s best alpine day track – Tongariro Crossing


2011
01.23

Bei gutem Wetter soll das Tongariro Crossing auf der Nordinsel zu den schönsten Tageswanderungen Neuseelands zählen. Und so ist es kein Wunder, dass jeder Flachlandeuropäer sich in dieser Tour versucht.
Morgens 5:40 Uhr steht der Shuttlebus vor der Tür und holt mich direkt vom Hostel ab. Nächste Station ist dann das X-Base (Low-Budget-Party-Hostel), wo ca. 20 in Unterhemd, bzw. Top und Badehose gekleidete, noch leicht angetrunkene Menschen den Bus betreten. Während die Einen mit einigen Litern Wasser die Spuren der letzten Nacht zu beseitigen versuchen, tönen die Anderen schon über all die Sidetracks die sie ja machen wollen. Ich frage mich allerdings ob sie ihre Surfboards vergessen haben, oder diese direkt am Gipfel des Mt Tongariro ausleihen.
Nach 1,5 Stunden Fahrt beginnt die Tour und man hat insgesamt knapp 8 St. für die 19 km Zeit um den letzten Bus zu erwischen. Also nicht lang schnacken und los laufen. Mit dicken grauen Wolken über mir geht es auf dem ersten Stück noch ziemlich flach daher, der Busfahrer meinte: Es wird windig. Bis man dann die Sodasprings erreicht und es in Richtung Devil’s Staircase geht. Die Staircase sind eine von zwei Steigungen im Track, der sonst eigentlich immer gemächlich bergab geht und aus gutem Grund von den Veranstaltern in dieser Richtung angeboten wird. Nach kaum 5 Minuten auf dem Devil’s Staircase zogen sich die Wolken zu, der Wind frischt auf und die Sicht ist auf unter 50 m beschränkt. Nicht so wie ich mir das vorgestellt hatte, aber für ein Alpin Crossing doch ganz ok. Mit jedem Höhenmeter nimmt die Temperatur ab und der Wind zu. In dicker Jacke, Funktionsklamotten und mit ausreichend Verpflegung sind es nur die Hände die Probleme mit der Kälte haben. Ob die X-Base-Menschen mittlerweile den Surfshop auf dem Mt Tongariro gefunden haben?
Auf dem höchsten Punkt ist die Wanderung dann nur noch ein Stop‘n‘Go von einem Windschutz zum nächsten. Doch ganz oben angekommen, wurde ich dann doch noch mit einigen Minuten relativ klarer Sicht auf die Seen belohnt. Weiter geht es dann durch eine mondähnliche Landschaft, in der man den Wanderweg nur durch die Stangen im Boden erkennen kann.
Irgendwann geht‘s dann bergab und hier sind ganz klar, die alten Wanderhasen im Vorteil. Mit hohen Wanderschuhen und -stöcken carven sie sich durch das lose Geröll nach unten. Wer versucht das nach zu machen, landet früher oder später auf der Nase und hat noch Wochen später Andenken in den Schuhen.
Die letzten 1,5 Stunden des Crossings sind dann doch relativ easy going. An der Hutt verdrückt jeder nochmal sein letztes Brot, bevor es vorbei an Schwefelquellen und durch den Dschungel zum Parkplatz geht. Hier heißt es dann warten… und warten… bis irgendwann der Bus kommt… der Erste voll ist… und man wieder warten muss… bis der nächste Bus zwei Stunden später abfährt… Am Ende bin ich 4,5 St. gewandert und habe 4 St. auf den Bus gewartet.
Tongariro Crossing also auf jeden Fall die Anreise wert, vorher unbedingt das Wetter checken und lieber zwei Tage mehr Zeit mitbringen um dann wirklich bei Topbedingungen wandern zu können. Leider gilt hier das Gleiche wie im Abel Tasman, es ist wirklich total überlaufen. JEDER macht diesen Track und genau so sieht es dann auch aus, gerade nach einigen Tagen Regen, geht es am ersten guten Tag dann für umso mehr Menschen los.

Was ist eigentlich aus den X-Base-Menschen geworden? Die waren die letzten im Bus, weil sie versucht haben die Sidetracks zu machen, nach einer Stunde dann gemerkt haben, dass es nicht möglich ist. Für sie war im Bus dann erst einmal schlafen angesagt und am Abend bestimmt noch das ein oder andere Bier auf ihr Überleben.

Einfach mal aus einem Flugzeug springen


2011
01.18

Montag, 9:30 Uhr, ein Minibus fährt hält vor dem Hostel, ich steige ein.

Montag, 11:00 Uhr, ich sitze in einem Flugzeug 15.000 ft (ca. 4,5km) über der Erde, ein viel zu kleiner, deutscher Guide an meinem Rücken festgeschnallt und die 1,50 m hohe Kamerafrau hatte sich dann doch für den Helm und nicht ihre gestreifte Pudelmütze entschieden.

Montag, 11:05 Uhr, mit 200 km/h senkrecht in Richtung Lake Taupo, awesome!

Mein erster Fallschirmsprung war einfach nur gut. Bestes Wetter, super nette Leute an der Base und am Ende klasse Fotos bekommen. Am liebsten wäre ich nochmals gesprungen, aber 499$ pro Sprung ist dann doch etwas viel.