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Ein Wochenende auf der Great Ocean Road


2011
02.16

Die Great Ocean Road gehört zum Pflichtprogramm für viele Australienurlauber. Als Kriegsdenkmal errichtet, ist sie nur vor allem Verbindungsstraße zwischen den Surfhotsports in Victoria.

Zusammen mit Arne ging es am späten Donnerstag Abend im Auto nach Torquay, wo wir im strömenden Regen angekommen sind und leider kein Hostel mehr gefunden haben. Also sind wir auf die Suche nach einem Parkplatz gegangen und haben es uns für die Nacht auf den Vordersitzen gemütlich gemacht. Entsprechend früh am Morgen ging es für uns dann auch raus. Frühstücken am Strand und den lässigen Surfern beim morgendlichem Ritt auf der Welle zu gucken. Unser Ziel für den ersten Tag war Apollo Bay. Nach eine halben Stunde Fahrt die erste Pause. Irgendwie mussten wir den Strand und das Meer ja mal an testen. Kalt war es nicht, dafür Wellig und ab sofort kann es doppelt so gut sehen, denn es hat meine Kontaktlinse gefressen. Für mich ging es danach dann also mit Brille weiter, was bei der stärker werdenden Sonne gar nicht so gut war. Zur Mittagspause haben wir es uns dann in Lorne auf der Wiese bequem gemacht und ein bisschen Schlaf nachgeholt. Der letzte Stop Apollo Bay im richtig guten Hostel. Den Abend und die erste Etappe haben wir dann am Abend mit einem 4L-Tetra-Pak-Wein begossen, um am nächsten Tag dann weiter zu fahren. Tagesziel: 12 Apostel und Port Campbell. Damit standen dann also 90km Buschwege für den Tag an. Auf dem Weg haben wir einige Lookouts und Buschwalks mitgenommen, bis wir zur Otaway Lightstation abgebogen sind. Komische Menschen waren dort überall mitten auf der Straße… und was sie beobachtet haben war noch viel komischer… Koalabären. Überall hingen sie, einfach so, direkt neben der Straße. Beschäftigt mit Schlafen oder Essen, haben sie sich weder von den verrückten Touristen noch von den Autos aus der Ruhe bringen lassen. Wir haben dann trotzdem irgendwann beschlossen die Tiere in Ruhe zu lassen und weiter zu fahren. Der Leuchtturm war dann weniger spannende, weil der Eintritt $17 gekostet hat und wir zu geizig waren. Zum Mittag kam auch endlich richtige Sonne und wir konnten die letzten der eigentlich zwölf Apostel angucken. Viel lustiger waren aber die tausenden Menschen, die in Touribussen heran gekarrt wurden.

Letztes Highlight war der Checkin ins Hostel in Port Campbell. Nach einem kurzen Blick durchs Fenster, haben wir festgestellt, dass niemand im Haus ist, weder Staff noch Besucher. Ein kleines Hinweisschild führte uns zu einem Motel, welches erst kurz später geöffnet wurde. Für uns also Gelegenheit für ein kühles Bier mit Meerblick. Pünktlich, wie wir Deutschen halt sind, standen wir dann vor dem Motel und haben auf die Rezeption gewartet. Doch nix rührte sich. Der Name Port‘o‘Call Motel war komisch und lies erahnen, dass die Staff nur auf Anruf ins Motel kommt. Dummerweise gibt es an der gesamten Küste kein Handynetz und die 50 Cent waren vom Münztelefon für den Anrufbeantworter auch ziemlich schnell weg. Also nochmal schnell eine Runde durch den Ort gehen und auf Australien fluchen. Eine Stunde später war die Rezeption besetzt und wir haben den Schlüssel für das leere Haus bekommen. „Lasst ihn einfach auf dem Tisch liegen wenn ihr auscheckt.“ Wie einfach. Das leere Haus füllte sich dann doch noch irgendwann, wir vernichteten den Rest unseres Weines und hatten eine Supersicht auf den Sonnenuntergang.

Am Sonntag ging es nicht ganz so spektakulär durchs Inland über Geelong zurück nach Melbourne und aufs St. Kilda Festival.