Nach einer Woche bei Arne in Melbourne, ging es am vergangenen Mittwoch nach Sydney.
Melbourne und Sydney kämpfen ja bereits seit ihrer Gründung um das Vorrecht auf die australische Aushängestadt. Dabei kann ich bereits vorweg sagen, dass beide Städte ihre Daseinsberechtigung haben. Melbourne als kulturelle Metropole mit europäischen Wurzeln und Sydney als finanzielles und wirtschaftliches Zentrum mit amerikanischer Hektik und buntem Bevölkerungsmix. Sydneys Zentrum besteht entsprechend fast ausschließlich aus Wolkenkratzern, kleine Häuser wie in Melbourne muss man in den Randgebieten des CBDs suchen. Um dennoch nicht als typische Großstadt dazustehen hat Sydney im vergangenen Jahrhundert einige kulturelle Projekte gestartet, schließlich ist Sydney die erste britische Siedlung in Australien und will diesem Status auch gerecht werden. Im Sydney Museum und dem Australian Museum kann man sich über die Geschichte Sydneys, Australien und der ganzen Welt informieren. An das Melbourne Museum kommt das Australian zwar nicht ran, ist aber natürlich auch sehr gut gemacht. Seit den 60er prägt die Opera das Stadtbild von Hafenseite und ergänzt die über 80 Jahre alte Habour Bridge im typischen Bild von Sydneys Wasserseite. Für fast 300$ kann man dann auch den Bridgeclimb buchen, allerdings reicht der Gang über den Fußgängerweg auch für spektakuläre Bilder und Eindrücke der Stadt. Zwischen Opera und Bridge liegt der große Fähranleger mit den Fähren nach Manly und Co, aber auch der Stadtteil The Rocks. The Rocks kommt mit kleinen, verwinkelten Gassen daher, einem wöchentlichen Markt und zahlreichen kleinen Läden, um den Geldbeutel beim Bücher- oder Kartenkauf zu erleichtern.
Findet man den Weg aus den Hochhausdschungel kann man aber auch viele und schöne Grünanlagen finden. Hier sind der royal botanic Garden und der Observatory Hill empfohlen. Tolle Aus- und Ansichten von Sydney mit Flughund-bedecktem Himmmel und Kakadugekreische gehören eben zu genauso zu Sydney wie der Apple-Store und der Deutsche Bank Tower. Wer etwas Geld sparen möchte und trotzdem Sydney erleben will, der sollte das SydneyExplorer-Ticket kaufen.
4 Attraktionen 1 Preis
Mit dem gibt es nämlich Wildlife Center, Auquarium, Sydney Tower und Manly Ocean World für 50$. Beim Eintrittspreis von 39$ allein ins Wildlife Center lohnt sich dieser Pass diesmal dann sogar wirklich.
Das Wildlife Center bietet eigentlich alles was der Name verspricht. Von kleinen Käfern, Spinnen und Schlangen bis zu einem echt großem Süßwasserkrokodil namens „Rex“. Das Auquarium haut einen nicht vom Hocker, ist aber ganz gut gemacht. Kleine Aquarien mit Schildkröten und Kleinfisch, Ausstellungen zu Haien und einem großen, aber lieblos errichteten, Außenbecken mit Haien und Rochen bilden den Rahmen für einen Besuch im Aquarium. Hohe Türme gibt es einige, gerade auf meiner Reise habe ich viele gesehen, darum konnte mich der Sydney Tower erst nicht begeistern, doch diesmal bin ich zum Sonnenuntergang auf den Turm gefahren und siehe da, so ein Blick auf die Stadt kann wirklich ganz cool sein. Habour Bridge, Darling Habour, landende Flugzeuge, hektische Menschen auf der Flucht aus dem Büro in die Pubs und im Hintergrund ein weitentferntes Gewitter. Die Kamera habe ich mit Absicht nicht dabei gehabt, diesmal lieber die eigenen Objektive zum Bildeinfangen benutzen.
Und so zieht die Zeit in dieser lebendigen Stadt ins Land und ich bald wieder nach Neuseeland zurück. Die restlichen Tage in der Bay of Islands verbringen. Der kleine Ausflug nach Australien war eine wirklich gute Entscheidung und hat mir auch die Unterschiede der beiden Länder gezeigt. Hier werde ich mit Sicherheit nochmal zurückkehren um mehr vom echten Australien zu sehen, Blue Mountains und Great Ocean Road waren dafür schon ein toller Vorgeschmack.