Wenn man als Neuseelandreisender sich im Norden der Südinsel aufhält, gehört der Abel Tasman National Park zur Pflichtveranstaltung.
Ca. 1,5 Stunden westlich von Nelson im kleinen Ort Marahau beginnt der National Park und es werden etliche Möglichkeiten geboten diesen Park zu erkunden. Dabei ist für jeden etwas dabei, ob man nun 3 Tage den Track durch den Park wandern, zwischendurch in DOC-Camps zelten will oder einzelne Buchten und Strände mit dem Wassertaxi anfahren möchte, alles ist möglich. Während meines Aufenthalts in Nelson habe ich zwei Ausflüge in den Park unternommen.
Die erste Tour startet am 24.12. kurz vor 7 Uhr, als mich der Bus vom Hostel abgeholt hat, um mich nach Kaiteriteri zu fahren. Dort hatte ich eine Kajaktour gebucht. Nach dem Check-In, am kleinen Schalter vom Veranstalter Wilson, fuhr das Shuttleboot mit allen Abel-Touristen in die Torrentbay. Dort hatte der Veranstalter eine Lodge, in der sämtliches Equipment untergebracht war und wo wir uns für den bevorstehenden Tripp vorbereiteten. Leider waren die Wettervorhersagen für diesen Tag mal wieder alles andere als kajakfreundlich und damit wurde die Beaches, Bays and Seals Tour auf ein kleines Inlet, welches nur bei Flut Wasser führt, verlegt. Bei starkem Wind und Regen legten unsere drei Boote vom Strand in Richtung Inlet ab. Im Inlet gab es mal wieder eine Menge Natur zu sehen und unsere Guide konnte auch eine Menge dazu erzählen. Nach knapp 2 Stunden legten wir an und gingen in Richtung Cleopatra‘s Pools, wo wir unsere Lunchpakete leerten und uns in der Sonne aufwärmten. Irgendwann ging es dann weiter mit den Kajaks weiter, leider diesmal zurück zum Strand wo bereits das Shuttleboot auf uns wartete. Insgesamt war es ein guter Tripp, allerdings hätte ich mir mehr Kajak fahren und weniger Wandern, durch die Gegend treiben oder Pause gewünscht. Wandern war nämlich schon zwei Tage später mein Plan.
Da am 26.12. Weihnachten hier in Neuseeland schon wieder vorbei war, ging der normale Alltag wieder los und ich bin zum Wandern in den Abel Tasman gefahren. Wieder erst mit dem Bus und dann mit dem Boot, diesmal in die Anchorage Bay. Von dort führt der Wanderweg zurück nach Marahau und sollte ungefähr 4 Stunden dauern. Über einen kleinen Berg läuft der Wanderweg immer an der Küste entlang und bietet einige Möglichkeiten Pausen an kleinen Buchten zu machen. Ist man nicht gerade an einer Bucht oder auf dem Berg, führt der Weg durch dichten Urwald vorbei an riesigen Farnen. Leider ist der Weg doch sehr überlaufen und man trifft alle hundert Meter irgendwelche Menschen. Und so schlägt man sich mit „Hello“ und „How are you?“ durch den Urwald. Am Ende benötigt man mit normalem Tempo ca. 3 Stunden inklusive einiger Pausen und Umwegen zu Aussichtspunkten. Allerdings sollte man nicht den Fehler machen und davon aus gehen, dass der Bus direkt am Ausgang des National Parks steht und so kam ich am Ende doch noch ins schwitzen, als ich 5 Minuten vor Abfahrt immer noch nicht wusste wo die Bushaltestelle war und der Ort scheinbar kein Ende nahm.
Trotz der vielen Besucher ist der Abel Tasman definitiv einen Besuch wert. Wer billig und individuell den Park erkunden möchte, sollte sich die Busse im iSite buchen, im Hostel mindestens einen Mitfahrer suchen und dann in Kaiteriteri ein Kajak mieten. Damit ist es möglich bis zu einer Buch zu paddeln und das Boot dort abholen zu lassen. Der Rückweg zu Fuß ist dann immer noch problemlos möglich und man erreicht den Bus pünktlich von Marahau nach Nelson.
Unterwegs im Abel Tasman National Park
2010
12.28
12.28
wieder wunderschöne bilder vom abel tasman nationalpark.
uns gefallen besonders die bilder von den baumgruppen, auch der farnwedel ist toll. die natur gibt uns so schöne sachen vor, man muss nur ein auge dafür haben. der “liebe gott” hat dir anscheinend dieses talent gegeben.
prima!
jutta und manfred