Seit ich die Reise nach Neuseeland plane, habe ich auch immer geplant die Weltmeisterschaft im Rudern zu besuchen. Da noch einige Termine und Stationen der Reise unklar waren, konnte die Planung dafür nur recht kurzfristig stattfinden. Am Ende hat dann aber doch alles geklappt.
Die WM fand am Lake Karapiro, ca. 200 km südlich von Auckland, statt. Da in der recht großen Stadt Hamilton alle Hostels und Backpacker ausgebucht waren, habe ich nur noch ein Zimmer in Cambridge, keine 5 min. vom Lake entfernt, gefunden. Ich war bei bei Mary Jo und Grant untergebracht, die mich auch direkt vom Bus abgeholt haben und durch die britisch wirkende Stadt zu ihrem Haus gefahren haben. Bei den beiden hatte ich ein großes amerikanischen Wattebett und als erstes wurde mir Grants Stolz, sein selbstgebrautes Bier, präsentiert. Die Hauptbestandteile waren der Inhalt einer Tüte Hopfen und einer Tüte Biermischung, zusammen mit Wasser ergab das ein gar nicht mal so schlecht schmeckendes, an Drought erinnerndes Bier.
Der Fußweg zum Schuttelbus war nur 100 m lang und so ging es am Samstagmorgen früh an die Regattastrecke. Was ich nicht wusste, dass auf Grund der Verteilung auf 3 Finaltage die Rennen am Samstag erst gegen 11:30 Uhr begannen. Also hab ich mich, wie auch auf jeder normalen Regatta in Deutschland, bis zum ersten Rennen ordentlich mit Kaffee versorgt. Anstatt von meinem Platzes auf der schattigen Tribüne habe ich dann die Rennen zusammen mit Kristin aus Hamburg, Mathias aus Magdeburg und Alexander, den ich in Auckland kennengelernt hatte, von der Rasenfläche direkt am Wasser verfolgt. Das ich mal wieder keinen Sonnenschutz hatte, hat sich in Sonnenbrand auf Unteramen, Füßen und im Nacken gerächt. Aber damit hab ich das auch weg und kann nun direkt Bräune drauflegen.
Die Rennen am Samstag und Sonntag waren klasse. Enge Entscheidungen auf der Ziellinie, beste Bedingungen und die ruderverrückten Kiwis haben die Regatta zu einem Erlebnis gemacht, auch wenn man schon einige gute Regatten erlebt hat, hier hat alles gestimmt. Für die Deutschen gab es einige Medaillen, leider blieben Hoffnungen wie der Männer Doppelvierer und Doppelzweier, auch auf Grund der Bedingungen an den Vortagen, hinter den Erwartungen. Die Kiwis und damit auch meine Gastfamilie waren auch glücklich, da sie beide Zweier-ohne gewinnen konnten und für die spannendsten gesorgt haben.
Am Sonntag Nachmittag, nach vielen Rennen, einer Menge Sonne und dem ersten Wochenende unter Kiwis ging es mit dem Bus zurück nach Auckland ins YHA. Am Freitag geht mein Flug nach Christchurch auf die Südinsel, der Plan ist dort einen Job zu suchen und 2-3 Monate zu bleiben. Da sich hier aber täglich alles ändert, würde ich nicht auf mich wetten. Aber bis dahin werde ich mir nun doch noch mal Auckland näher anschauen.
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World Rowing Championship und Cambridge
2010
11.07
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