Doubtful Sound Overnight Cruise

2010
11.30

Eines der Highlights jeder Neuseelandreise ist der Besuch eines Fjordes. Dabei stellt sich bei Vielen die Frage, Doubtful oder Milford Sound? Für mich lag die Antwort in einem Overnight Cruise im Doubtful Sound.
Am Sonntag wurde ich also in Te Anau mit dem Shuttle-Bus abgeholt und nach Manapouri zum Bootsanleger gefahren. Wie das in Neuseeland so ist, wurde bereits während der Bus- und Bootsfahrt viel über die vorbei rauschende Natur erzählt. Von Manapouri aus startete ein Schnellboot über den Lake Manapouri zum Doubtful Sound. Dort die Reisegruppe mit einem weiteren Bus über die teuerste Straße Neuseelands gefahren, 2$ pro Zentimeter. Und dann endlich aufs Boot. Mit der „Fjordland Navigator“ ging es für die nächsten 20 St. durch eines der größten Fjorde Neuseelands.
Während der gesamten Fahrt saß ein Nature Guide auf Deck und hat über die Landschaft und die Geschichte aufgeklärt. Nach einer Stunde Fahrt bestand die Möglichkeit zu Wasseraktivitäten. Ich habe mich in ein Kanu gesetzt und bin mit einer Gruppe von Mutigen entlang der Felswände gepaddel (die andere Gruppe ist mit einem Motorboot gefahren). Highlight am Ende war das Schwimmen im schwarzen Wasser des Fjordes, mit Sprüngen vom knapp 10m hohen Deck. Der Rest des Tages wurde auf dem Navigator in Richtung Tasman Sea gefahren. Dort erwartete uns eine Robbengruppe und dichter Nebel über dem Meer. Nach einem kleinen Ausflug in den Nebel steuerte der Captain einen Liegeplatz für die Nacht an, während wir ein drei Gänge Abendessen an Bord serviert bekamen. Nach Rotwein und einem sehr kleinen Adventskranz aus Österreich ging es in die kleinen Kojen im Rumpf des Schiffes.
Bereits um 5:05 Uhr saß ich wieder an Deck und beobachtete die am Morgen aufgezogenen Wolken in den Bergen. Dabei wurde ich von Sandflies zerfressen, bis es Kaffee und Frühstück in Salon gab. Kurz nach dem Frühstück dann wildes Treiben an Bord. Nils hatte ein Delfin gesehen und schneller als alle ihre Kameras heraus geholt hatten, schwamm eine ganze Schule von Delfinen in unserer Bugwelle. In den Fjorden Neuseelands leben die größten Delfine der Welt und so waren sogar die „Teenager“ schon richtige Brocken. Gegen 10 Uhr legte unser Boot am Anleger an und der Rückweg mit Schnellboot und Bussen begann.
Am Ende stand für alle fest, diese Fahrt war großartig und das Geld absolut wert. Ich würde es jeder Zeit wieder machen. Auf dieser Tour habe ich Pinguine, Seelöwen, Robben und Delphine gesehen, dazu bei genialem Wetter die großen Fjorde und die Tasman Sea erlebt. All die Eindrücke müssen erstmal verarbeitet werden und so habe ich direkt zwei weitere Nächte in Te Anau dran gehängt, um danach mit freiem Kopf nach Queenstown weiter zu reisen.

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